Plaza de España in Sevilla mit Booten auf dem Kanal

Sevilla

Sevilla-Guide 2026: Sehenswürdigkeiten und Tapas

Sevilla-Guide: Kathedrale und Giralda, Real Alcázar, Plaza de España, Santa Cruz und Triana. Wann reisen, wo essen und wie man sich bewegt.

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Praktischer Guide

Vor der Reise

Sevilla besucht man nicht nur einmal. Man kommt zurück: wegen des Orangenblütendufts im Frühling, wegen der Tapas in Triana, wegen des Lichts, das um sieben Uhr abends den Stein der Kathedrale vergoldet. Sevilla ist die Hauptstadt Andalusiens, und das merkt man: Hier liegen Jahrhunderte übereinander – römisch, westgotisch, maurisch, christlich – und die Stadt hat aus dieser Mischung ihre Identität gemacht.

Versuchen Sie nicht, alles an einem Wochenende zu sehen. Sevilla funktioniert nicht als Checkliste, sondern mit langen Spaziergängen, Terrassenpausen und Plänen, die sich zum Guten wenden.

Sehenswürdigkeiten: das Wichtigste

1. Kathedrale und Giralda

Die Kathedrale Santa María de la Sede ist die größte gotische Kathedrale der Welt und nach Sankt Peter und Sankt Paul die drittgrößte christliche Kirche. Der Bau begann 1401 über der alten Hauptmoschee.

  • Die Giralda: das ehemalige Minarett der almohadischen Moschee und heutiger Glockenturm, das Wahrzeichen Sevillas. Die 35 Rampen führen hinauf zu den besten Panoramablicken der Stadt.
  • Der Orangenhof: der ruhige, erhaltene ehemalige Waschhof der Moschee.
  • Das Grab von Christoph Kolumbus: im Inneren der Kathedrale.

2. Real Alcázar

Der Real Alcázar ist ein ummauerter Palastkomplex aus Mudéjar- und Renaissance-Elementen und der älteste noch genutzte Königspalast Europas. Stuck, Fliesen und Gärten versetzen Sie in eine andere Zeit. Sehenswert sind der Palast Peters I. und die Bäder der Doña María de Padilla.

3. Plaza de España und Parque de María Luisa

Für die Iberoamerikanische Ausstellung 1929 erbaut, ist die halbkreisförmige Plaza de España einer der spektakulärsten Plätze Spaniens; die Fliesenbänke stehen für die spanischen Provinzen. Man kann mit dem Boot über den Kanal fahren.

Daneben liegt der Parque de María Luisa, die grüne Lunge der Stadt, ideal für Spaziergänge im Schatten alter Bäume.

4. Barrio de Santa Cruz

Das ehemalige jüdische Viertel ist ein Labyrinth aus engen Gassen, versteckten Plätzen und weiß getünchten Häusern mit blühenden Patios. Plaza de Doña Elvira, Callejón del Agua und Plaza de Santa Cruz sind die bekanntesten Punkte.

5. Triana und der Guadalquivir

Über die Puente de Isabel II, die „Triana-Brücke“, erreicht man das Viertel der Stierkämpfer, Sänger und Töpfer mit eigenem Charakter.

  • Calle Betis: Bars und Terrassen mit Blick auf die Stadt.
  • Mercado de Triana: lokale Produkte und echtes Viertelleben.
  • Torre del Oro: der Turm aus dem 13. Jahrhundert am gegenüberliegenden Ufer, heute Sitz des Marinemuseums.

6. Setas de Sevilla (Metropol Parasol)

Als Kontrast zur historischen Stadt lohnt der hölzerne Großbau an der Plaza de la Encarnación mit Aussichtsplattform, besonders zum Sonnenuntergang.

Gastronomie: was man in Sevilla isst

Sevilla ist ein Tapas-Paradies. Tapas essen heißt hier: von Bar zu Bar ziehen, ein Bier bestellen und sehen, was dazu kommt.

  • Gazpacho und Salmorejo: kalte Suppen gegen die Hitze.
  • Pescaito frito: frittierter Fisch, vor allem in Triana und Los Remedios.
  • Espinacas con garbanzos: Spinat mit Kichererbsen, ein Klassiker andalusischen Ursprungs.
  • Montadito de pringá: kleines Brötchen mit Fleisch aus dem Cocido.
  • Carrillada ibérica: geschmorte Schweinebacke.

Tapas-Zonen: Santa Cruz, Triana, Alameda und die Umgebung der Plaza del Salvador.

Wann nach Sevilla reisen

Am besten im Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November).

  • Frühling: Hochsaison, die Stadt duftet nach Orangenblüte, und mit Semana Santa und Feria de Abril verwandelt sich Sevilla – im Guten wie im Verkehr.
  • Sommer: Juli und August sind extrem heiß, oft über 40 °C. Dann früh oder abends besichtigen und mittags Siesta machen, wie die Einheimischen.
  • Herbst und Winter: mild und angenehm, ideal für Kulturtourismus ohne Andrang.

Fortbewegung

Die Altstadt ist gut zu Fuß zu erkunden. Für längere Strecken gibt es Stadtbusse (TUSSAM), eine U-Bahn-Linie, die Straßenbahn Metrocentro und ein dichtes Radwegenetz (SEVici).

Praktische Tipps

  1. Früh buchen: besonders Alcázar und Kathedrale, die Schlangen sind lang.
  2. Flamenco sehen: Sevilla ist eine Wiege des Flamenco; ein Tablao in Triana oder Santa Cruz lohnt.
  3. Auf der Straße leben: Sevilla spielt sich draußen ab – setzen Sie sich zu den Einheimischen auf die Terrasse.

Häufige Fragen

Wie viele Tage brauche ich für Sevilla? Zwei volle Tage für das Wesentliche (Kathedrale, Alcázar, Plaza de España, Santa Cruz und Triana). Drei, wenn Sie es ruhiger angehen und die Setas sowie den Parque de María Luisa mitnehmen wollen.

Wann ist die Semana Santa? Sie fällt auf die Woche vor Ostern; Preise und Andrang steigen deutlich. Wer Ruhe sucht, meidet diese Woche und die Feria de Abril.